Soziale Strukturen

Kinder

Alle unsere Gruppen sind alters- und geschlechtsgemischt zusammengesetzt. Da auf Wünsche der Eltern Rücksicht genommen wird, ergeben sich hinsichtlich der Altersmischung natürlich einige Unterschiede. Wenn man den Kindergarten insgesamt betrachtet sind circa ein Drittel der Kinder Schulanfänger, ein Drittel machen unsere Kleinen aus, das andere Drittel  umfasst den Bereich der fünfjährigen. Der Anteil von Jungen und Mädchen ist in etwa ausgewogen.

Der Ausländeranteil beträgt gut 14 %, wobei hier wiederum die türkischen Kinder gut 2/3 ausmachen. Das andere Drittel kommt aus den Balkanstaaten. Kinder aus dem übrigen europäischen Ausland sind sehr selten. Da ein Großteil der ausländischen Kinder Muslime sind, muss auf deren Kultur eingegangen werden. Weil dieser Personenkreis Ganztagsplätze bevorzugt, ist demgemäß der Anteil in diesen Gruppen sehr hoch, das heißt also, dass das pädagogische Personal im multikulturellen Bereich besonders gefordert ist.

Ein hoher Anteil, fast ein Drittel, sind Einzelkinder. In sehr wenigen Familien gibt es mehr als zwei Kinder.
Eltern

Bei einem Drittel unserer Kinder sind beide Elternteile berufstätig, wobei ein Teil der Frauen teilzeitbeschäftigt sind. Der Anteil derer, die einer selbständigen Erwerbstätigkeit nachgehen, liegt bei einem Zehntel. Ein relativ hoher Anteil nimmt die Gruppe der Angestellten und Beamten ein (knapp die Hälfte mit den Selbständigen). Die andere Hälfte sind Kinder aus Arbeiterfamilien. Der Anteil von Arbeitslosen ist bei uns noch verschwindend gering.

Nur vereinzelte Familien können als sozial schwach bezeichnet werden.

Ein Zehntel unserer Kinder lebt mit nur einem Elternteil zusammen. In einigen Fällen leben die Kinder in gemischten Familien, d. h. ein neuer Lebenspartner ist zusätzlich an der Erziehung des Kindes beteiligt.
Lebensraum
Das Einzugsgebiet des Kindergartens ist die ganze Stadt. Der überwiegende Teil der Kinder kommt aber aus der Neustadt und der näheren Umgebung des Kindergartens. Die Wohnsituation der Kinder ist schwierig zu erfassen. Wir gehen davon aus, dass etwa ein Fünftel der Kinder im eigenen Haus lebt. Alle anderen dürften in mehr oder weniger großen Wohnanlagen leben. Wie sehr der Lebensraum der Kinder hier durch die Mitbewohner beschnitten wird, ist nicht feststellbar. Am Verhalten der Kinder lässt sich aber ablesen, dass das Wohnumfeld nicht kinderfreundlich ist. Es gibt wenige geeignete Spielplätze und sonstige Freiflächen in unserem Gebiet, die von den Kindern genutzt werden können. So sind viele Kinder darauf angewiesen, dass sie von ihren Eltern unterstützt werden um außerhäusliche soziale Kontakte zu knüpfen und wahrzunehmen.